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Asien Blog Reisen

Zweiter Stop Kambodscha

Hallo da Draußen!
Wie versprochen geht die Reihe der Einträge über unsere Südostasien-Reise weiter. Der heutige Eintrag handelt von unserem Aufenthalt in Kambodscha, dem zweiten Land das wir in Südostasien bereist haben.

Nach unserer Zeit in Thailand haben wir uns entschieden am Grenzübergang Poipet im Süden nach Kambodscha einzureisen. Wir freuten uns auf unser erstes kambodschanisches Ziel Siem Reap, vor allem weil wir die Tempelanlage Angkor Wat besuchen wollten. Die Reise über die Grenze haben wir auf Koh Chang in einem kleinen Reisebüro gebucht. Gereist sind wir mit Minibussen und der Fähre, und leider wurden wir am Grenzübergang ganz schön übers Ohr gehauen. Unser größter Tipp ist deswegen: informiert Euch über die Geld-Situation die in Eurem Zielland herrscht! Seid informiert, sodass Ihr nicht verunsichert werden könnt wenn es darum geht wie und wo man Geld abheben kann oder wie man bezahlt, sodass niemand Euch reinlegen kann.


Dieser Start in Kambodscha war überhaupt nicht schön und wir haben unser nicht sehr willkommen gefühlt. Uns wurde immer bewusster, wie viel weniger fortschrittlich und entwickelt Kambodscha im Vergleich zu Thailand war und viele der Menschen die wir gerade zu Beginn trafen, waren wirklich nur auf Geld fokussiert.

Wie auch immer, wir hatten zum Glück schon im Voraus zwei Zimmer in einem sehr schönen und günstigen Hotel namens “Villa Um Theara” gebucht und fanden einen sehr netten Tuck Tuck-Fahrer, der uns zum Hotel brachte und uns nebenher ein wenig über die Stadt erzählte. Siem Reap wurde nicht gerade zu unserer Lieblingsstadt. Es war sehr chaotisch und unübersichtlich dort und auch nicht sehr schön, zumindest nicht die Orte an denen wir waren. Trotzdem haben wir ein paar tolle vegane Restaurants gefunden und es gab eine ähnliche Straße voller Bars, wie die Khao San Road in Bangkok.

An unserem ersten Tag in Siem reap buchten wir eine Tour zu einem schwimmenden Dorf, das war wirklich so toll zu sehen! Wir hatten sehr viel Spaß und hatten einen netten Tourguide. Falls Ihr jemals die Gelegenheit habt eine schwimmende Stadt zu besuchen, zögert nicht – es lohnt sich!

Am folgenden Tag war es endlich an der Zeit Angkor Wat zu besuchen, den größten Tempelkomplex auf der ganzen Welt. Wir hatten mit unserem netten Rezeptionist im Hotel gesprochen und er hatte uns eine Tour mit einem Tuck Tuck-Fahrer organisiert, der uns den ganzen Tag von einem Ort zum nächsten brachte und uns die besten Plätze zeigte. So waren wir flexibel und konnten schneller zwischen den einzelnen Tempeln herumkommen, denn die Tempelgebäude von Angkor Wat erstrecken sich über ein 162 Hektar großes Gebiet. Wir standen sehr früh auf und beobachteten den Sonnenaufgang über dem Hauptgebäude von Angkor Wat, das war so wunderschön! Die ganzen Tempel waren wirklich sehr imposant und größer, als ich sie mir vorgestellt hatte, mit vielen Skulpturen und Ornamenten überall. Dieser Tag war die 37$ für den Angkor-Tagespass auf jeden Fall wert.

Noch am gleichen Tag buchten wir einen über Nacht fahrenden Schlafbus (das Unternehmen hieß “Olympic Express Limousine Tour” und hatte sehr schlechte Bewertungen) nach Kampot, einer Kleinstadt weiter im Süden von Kambodscha. Es war echt eine coole Erfahrung mal mit einem Schlafbus zu reisen! Wir waren schon so oft mit Fernbussen unterwegs, aber nie mit einem der Betten anstatt von Sitzen eingebaut hatte. Ich konnte besser schlafen als ich erwartet hatte. Das einzige Problem war, dass wir schon um ca. 4 Uhr in der Nacht in Kampot ankamen, obwohl uns gesagt wurde wir würden etwa um 7 Uhr morgens ankommen. Da standen wir also mitten in Kampot und hatten noch kein Hostel gebucht 😀

Am Morgen konnten wir dann in ein sehr schönes Hippie-Hostel mit dem Namen “Karma Traders” einchecken. Es hatte einen wunderschönen Pool, einen Garten und eine Bar auf der Dachterasse. Uns gefiel es in diesem Hostel so gut, dass wir drei anstatt von den geplanten zwei Nächten dort blieben! Wir mieteten Roller für 4$ pro Tag um den Ort zu erkunden und fuhren noch am gleichen Tag nach Kep, einer Stadt in der Nähe. Dort besuchten wir einen lokalen Strand und einen Krabbenmarkt. Die Einheimischen verkauften hauptsächlich Fisch und andere Meerestiere, aber wir fanden auch super leckeres frisches Obst und probierten zum ersten Mal frisch gepressten Zuckerrohrsaft!

Am darauffolgenden Tag entschieden wir uns eine komplett biologisch Pfefferplantage namens “La Plantation” zu besuchen, die weltbekannt ist. Nach einer langen Fahrt über eine sehr sandige Straße mit sehr vielen Schlaglöchern fanden wir die Plantage und es war wirklich so wunderschön dort! Das Hauptgebäude hatte eine tolle Terrasse, von der aus man einen nahe gelegenen See, die Pfefferpflanzen, Wasserbüffel und viele schöne Obstbäume sehen konnte. Wir besuchten eine (kostenlose!) Präsentation und Führung über die Plantage, bei der uns ein netter Guide erklärte wie Pfeffer angepflanzt wird und warum der Kampot-Pfeffer weltberühmt ist und von vielen Chefköchen verwendet wird! Wir durften verschiedene Pfeffersorten probieren und am Ende gab es die Möglichkeit in einem kleinen Shop Pfeffer zu erwerben. Wir hatten wirklich einen tollen Tag auf der Plantage und haben an diesem Tag auch einiges gelernt!

Alles in allem mochten wir Kambodscha, trotz unserem blöden Start in diesem Land. Vor allem Kampot fanden wir total schön denn wir konnten dort die kambodschanische Kultur besser kennenlernen, erlebten eine festliche Zeremonie auf den Straßen der Stadt, wir tranken viel Eiskaffee und probierten sehr viel leckeres veganes Essen, wie zum Beispiel Kokosnuss Amok (ein typisch kambodschanisches Curry, das in einer Kokosnuss serviert wird) und einen Burger aus Bananenblüte.

Falls es irgendetwas gibt, was Euch zu unseren Reisen noch besonders interessiert oder falls Ihr irgendwelche Tips oder ähnliches möchtet, gebt einfach Bescheid und wir geben unser bestes um zu helfen! 🙂

Der nächste Blogeintrag dieser Reihe wird von unserer Zeit in Vietnam handeln, dem letzten Land das wir in Südostasien besucht haben.

Bleibt gespannt!

Bis dann,

Anouk & Ken

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