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Willkommen in Skansen!

Hej liebe Leute!

Eine neue Woche, ein neuer Post. Letzte Woche waren wir immer noch sehr beschäftigt weil meine Eltern in Stockholm waren, um uns zu besuchen und eine neue Stadt zu entdecken! Ihnen hat es sehr gefallen auch wenn sie zunächst etwas anderes erwartet haben: “Wir dachten es wäre mehr wie London”. Jetzt wissen sie es besser! Meiner Meinung nach kann man diese beiden Städte nicht vergleichen, aber mir gefallen beide sehr! Wir haben viel zusammen unternommen… Wir waren bei Hermans, dem Museum für moderne Kunst, dem Nobel Museum und vieles mehr.

Am Tag bevor meine Eltern wieder zurückgeflogen sind, sind wir zu einem Ort namens “Skansen” gegangen. Dieser Ort ist ein kleines Dorf in dem Menschen leben, arbeiten, essen und einkaufen wie vor 100-250 Jahren. Nur dass ihr euch nicht wundert: Es ist alles nur ein Rollenspiel! Man zahlt ungefähr 12€ Eintritt dafür, sodass sie die Schauspieler und alles andere dort bezahlen können. Ich war mir nicht ganz sicher was mich erwarten würde weil ich schon gutes und schlechtes über diesen Ort gehört habe. Meine Eltern wollten dort allerdings unbedingt hin und ich bin froh mitgekommen zu sein!

Skansen liegt auf der Insel Djurgarden. Man kann diese entweder mit der Metro oder mit der Fähre erreichen. Ich bevorzuge die Fähre, weil ich es mag auf dem Wasser zu sein und weil man eine unglaubliche Aussicht auf die Promenade von Södermalm und Gamla Stan hat.

 

Nach den ersten Schritten im Dorf betraten wir zu allererst eine Glasbläserwerkstatt. Es war so interessant und schön zu sehen wie schon vor einigen Jahrzehnten Glas hergestellt wurde und so viele Jahre später ist der Prozess immer noch ziemlich ähnlich. Es gab auch einen kleinen Laden in dem Gebäude in dem man direkt die hergestellten Stücke kaufen konnte. Es gab viel Dekoration aber auch Trinkgläser usw.

Danach sind wir zu den Nachbarn gelaufen um zu erfahren wie es war damals in einer Möbelfabrik Anfang des 19. Jahrhunderts zu arbeiten. Die Frau im Gebäude war gerade dabei einen alten Stuhl zu restaurieren als wir hereinkamen. Sie hat uns herzlich begrüßt und hat uns die Geschichte der Fabrik erzählt. Zum Beispiel erwähnte Sie, dass hier bis zu zehn Leute gleichzeitig gearbeitet haben. Außerdem wurde dort das erste Mal der Prozess der Herstellung eines Möbelstücks in viele kleine Prozesse aufgeteilt. Der Beginn der Massenproduktion sozusagen. Sie hat außerdem erzählt, dass es dort nicht von Anfang an Elektrizität gab. Zu beginn wurden die Maschinen durch Wasserkraft zum laufen gebracht. Erst später wurde mit dem Wasserrad Strom erzeugt.

 

Ein paar Häuser später standen wir in der Küche einer Familie der oberen Mittelschicht im Jahre 1830. Die Familie war im Moment nicht Zuhause allerdings deren Magd schon. Sie erzählte uns, dass sie gerade mitten in den Vorbereitungen für Weihnachten stecke. Es war spannend zu sehen wie das Wohnzimmer, die Küchen und alles andere zu dieser Zeit aussahen. Die Magd erzählte uns außerdem, dass es zu dieser Zeit neu war eine Tapete mit farbigem Muster zu haben. Nur wohlhabendere Familien konnten sich diese leisten. Ein paar Jahrzehnte später wurde allerdings entdeckt, dass die grüne Farbe des Musters Krebs verursachte weil sie aus Arsen hergestellt wurde (soweit ich mich erinnern kann).

Die Magd empfahl uns als nächstes den Laden direkt am nächsten Eck zu besuchen. Das taten wir natürlich und als ich den kleinen Laden betrat wurde ich sofort in die Serie “Outlander” zurückversetzt. Für alle die die Serie schauen (ACHTUNG SPOILER!): könnt ihr euch an die Szene erinnern als Claire in Frankreich in diesen Kräuterladen/Apotheke ging? Es sah dort sooo ähnlich aus! Das war so cool. Ich war so fasziniert, dass ich vergessen habe ein Bild davon zu machen… sorry! 🙂 In dem Laden gab es schon so tolle Waren wie Kaffeebohnen oder auch Zucker von überall auf der Welt. Verrückt wenn man bedenkt, dass das im 19. Jahrhundert war.

 

Das nächste Gebäude war wieder ein Laden, allerdings einer aus einem Jahrhundert später. Es war ein mittelgroßer Raum mit einer großen Theke und einer wunderschönen alten Kasse. Es gab viel Metal- und Keramikgeschirr sowie allgemein Küchenutensilien und Haushaltswaren. Wunderschöne Waren…

 

Später am Tag haben wir entdeckt, dass Skansen auch einen Bereich hat in dem sie Wildtiere wie Rentiere, Elche, Bären und auch Robben halten. Für uns war es ein bisschen enttäuschend weil wir denken, dass Wildtiere in die Natur und in Freiheit gehören und nicht gefangen in kleinen Gehegen sein sollten. Auch wenn ein paar von Ihnen relativ viel Platz hatten war es nicht akzeptabel. Schaut euch diese wunderschönen Lebewesen an… Sie verdienen was besseres.

 

Es gab auch ein Gebäude in dem es Kleintiere wie Mäuse, Ratten, Meerschweinchen und vieles mehr gab. Sie hatten es dort im Vergleich viel besser! Sie hatten viel Platz, Äste und andere Gegenstände zum spielen und nagen, sie waren zusammen mit Freunden und sie konnten entscheiden ob Sie drinnen oder draußen sein wollen. Anouk und ich haben dort entschieden, dass sobald wir genug Platz und allgemein gute Lebensbedingungen für Meerschweinchen anbieten können, wollen wir auch welche haben! Sie sind so liebevoll! 🙂

Es gab auch ein paar andere Freunde die frei in Skansen umher wanderten… 

 

Nachdem wir ein paar Stunden in Skansen verweilt haben, haben wir eine alte Post Station entdeckt. Damals war es gang und gebe dass die Angestellten bzw. die Besitzer auch in den Gebäuden gewohnt haben. Also sind wir direkt aus dem Raum in dem die Post angenommen wurde in das Wohn- und Schlafzimmer gelaufen. Alles scheint so gemütlich gewesen zu sein. Ich frag mich wie es wirklich war vor fast 200 Jahren zu leben! Hier seht Ihr eine alte Zeitung auf dem Schreibtisch dort.

Jetzt war es auch schon dunkel, unsere Füße haben angefangen wehzutun, unsere Bäuche haben nach einer Zimtschnecke geschrieen und die Finger an den Händen sahen aus wie Eiszapfen. Es war also Zeit nach Hause zu gehen! 🙂 Kurz bevor wir nach draußen sind haben wir noch einen kleinen anderen Laden entdeckt. In dem Laden wurde Töpferware direkt vor den Augen der Besucher gefertigt. Es war ähnlich wie in der Glasbläserei weil die hergestellten Waren auch direkt dort verkauft wurden. Wunderschöne Teller, Tassen, Schüsseln und alles mögliche was man noch so in der Küche braucht. Es war allerdings alles so teuer! Zum Beispiel hat man für ein kleines Schälchen für Oliven oder ähnliches um die 10€ gezahlt. Vielleicht irgendwann mal… oder habe ich dort vielleicht das ein oder andere Geschenk gefunden? Wer weiß! 🙂

 

Ich habe an diesem Tag einiges darüber gelernt wie es wohl so war in der Vergangenheit zu leben! Es war also definitiv ein Besuch Wert aber ich will dem Skansen Team irgendwie eine Nachricht zukommen lassen mit meinen Bedenken bezüglich den Wildtieren. Sie gehören in die Natur! Vielleicht sind sie ja offen für Kritik und überdenken ihr Konzept? 🙂 Eine Möglichkeit wäre es einen virtuellen “Zoo” zu haben?

Im Moment sind wir schon auf unserem nächsten Trip! Diesmal stehen Kopenhagen, Malmö & Lund auf unserer Reiseliste! Seid gespannt auf einen neuen Reisebeitrag!

Machts gut und bis Bald,

Anouk & Ken

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