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Oslo & eine Reise durch Norwegen

Als wir auf dem Heimweg von unserer Reise nach Finnland, Russland und Estland (siehe vorheriger Eintrag) waren, fingen wir schon an über das nächste Ziel nachzudenken. Ich wollte schon seit Jahren mal nach Norwegen. Ich denke ich hätte für mein Auslandssemester Oslo sogar Stockholm vorgezogen, wenn es nicht eine so unglaublich teure Stadt wäre. Auf unserem Heimweg entschieden wir also, bald wieder loszuziehen – dieses Mal nach Norwegen. Wir planten eine Nacht in Oslo zu verbringen und dann die norwegische Natur zu erkunden.

Zusammen mit zwei sehr guten Freundinnen buchten wir einen Fernbus (Flixbus) über Nacht, für gerade mal etwa 30€ hin und zurück! Wir sind so glücklich darüber, dass im Vergleich zu allem anderen, das Reisen in Schweden nicht sehr teuer ist 🙂 Die Nacht in Oslo verbrachten wir im Anker Hostel, für etwa 30€ pro Person inklusive geliehener Bettwäsche.

Uns hat Oslo wirklich gut gefallen, zum Beispiel die Halbinsel Bygdoy, das vegane Funky Fresh Café und der botanischen Garten.

Außerdem machten wir eine sogenannte Free City Tour, was uns schon zur Gewohnheit geworden ist, wenn wir unbekannte Städte besuchen. Das Konzept ist wirklich super, denn man bekommt eine kostenlose Führung durch die Stadt von einem/*r erfahrenen Fremdenführer*in. Die Touren gehen meist etwa 2 Stunden lang und am Ende kann man bezahlen/spenden so viel man sich leisten kann oder möchte oder so viel die Tour für einen wert war. Normalerweise geben die Fremdenführer*innen wirklich ihr bestes, da ihr Lohn am Ende davon abhängt wie gut den Menschen die angebotene Tour gefallen hat. Wir empfehlen jedem, bei dem nächsten Städtetrip mal nachzuschauen ob Free City Tours angeboten werden!

Die Osloer Stadthalle

Auch wenn wir Oslo super schön fanden, konnten wir es nicht ganz so sehr genießen wie andere Städte die wir bisher besucht haben. Es war alles wirklich sehr teuer dort, ich würde sagen nochmal 20-40% teurer als in Stockholm. Deswegen empfehlen wir allen die dort hinreisen möchten, so viel eigenes Essen mitzubringen wie möglich und sicher zu gehen, dass die gebuchte Unterkunft die Möglichkeit bietet selbst zu kochen. Durch diese zwei Tips konnten wir etwas mehr Geld sparen als wir angenommen hatten. Außerdem wurde uns in Oslo bewusst, wie viel kleiner die Stadt im Vergleich zu Stockholm ist. Dies sind zwei Gründe, warum ich nun froh bin Stockholm für das Auslandssemester gewählt zu haben 🙂

Ein Gemälde in der Osloer Stadthalle

An unserem zweiten Tag in Oslo verließ uns eine Freundin da sie zurück nach Stockholm musste. Wir holten unseren Mietwagen ab und starteten unsere Reise durch Norwegen nach Aurland.

Auf dem Weg sahen wir viele Seen, wunderschöne bunte Bäume in der Herbstsonne, sehr viele Schafe und freundliche Kühe, kleine skandinavische Hütten und Häuser an den Seen und Waldrändern, einige Rentiere und wunderschöne Kirchen und wir fuhren durch den längsten Tunnel Skandinaviens (24,5 km).

Abends erreichten wir das kleine Dorf Flåm, wo wir in einem roten skandinavischen Haus des Brekke Gard Hostels übernachteten, welches über 300 Jahre alt ist. Aus unserem Fenster hatten wir freie Sicht auf das wunderschöne Tal Flåms, mit Schafen direkt neben dem Haus und Nebel der die meiste Zeit mysteriös zwischen den Bergen schwebte. Von der Küche und dem Badezimmer aus konnten wir den größten Wasserfall der Umgebung, den Brekkefossen sehen. Es fühlte sich an, als würden wir in einem Märchen leben.

Der Ausblick über Flåm vom Brekkefossen aus, das große rote Haus unten mittig war das Haus unseres Hostels in dem wir übernachteten

An unserem ersten ganzen Tag in Flåm erkundeten wir die Umgebung ein bisschen, machten uns auf den Weg ins Dorf und fuhren zum Stegastein, einem Aussichtspunkt von dem aus man normalerweise über ganz Aurland blicken kann. Leider war es an diesem Tag sehr neblig und etwas regnerisch, weswegen wir von oben nichts sehen konnten. Trotzdem war es ein schöner kleiner Ausflug und wir entschieden uns ihn einfach am nächsten Tag noch einmal zu wiederholen.

Am zweiten Tag hatten wir großes Glück mit dem Wetter! Nachdem wir aus dem Hostel ausgecheckt hatten, wanderten wir zum Brekkefossen Wasserfall und zurück in etwa, 2,5 Stunden (inklusive 30 Min. Pause). Der Wasserfall war wirklich sehr imposant, so laut und energiegeladen und wir hatten das Glück auch noch einen Regenbogen zu sehen als wir oben ankamen! Wir waren wirklich froh, dass wir diese Wanderung nicht schon am regnerischen Tag zuvor unternommen hatten.

Als wir wieder unten angekommen waren, entschieden wir uns noch einmal zum Stegastein zu fahren. Wir fuhren noch einmal den Berg über die Serpentinen nach oben und wir hatten Glück, die Aussicht war wirklich atemberaubend!

Nachdem wir eine Essenspause eingelegt hatten und immer mehr Touristen ankamen, entschieden wir uns unsere Rückreise nach Oslo anzutreten.

Nach einigen schönen Zwischenstopps erreichten wir Oslo und brachten unser Auto zurück.Wir genossen ein veganes Burgermenü bei Max Hamburgare, einer skandinavischen Fast Food Kette, da alles andere nach 8 Uhr abends schon geschlossen hatte. Über Nacht fuhren wir mit dem Bus zurück nach Stockholm.

Wir fanden die norwegische Natur so wunderschön, das war definitiv eine unserer schönsten Kurzreisen bisher. Wir werden auf jeden Fall noch einmal wieder kommen um mehr zu entdecken, nächstes Mal vielleicht im Sommer 🙂

Bis bald,

Anouk & Ken

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