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Asien Blog Reisen

Dritter Stop Vietnam

Hej liebe Leser*innen!

Wir sind zur Zeit ziemlich beschäftigt, das Wetter in Deutschland wird immer besser und wir sind so froh, dass der Frühling endlich bei uns angekommen ist. Ich hoffe Ihr mochtet Kens pinke Beerenmuffins von letzter Woche – diese Woche wird es wieder um unseren Südostasien-Trip gehen! 🙂 Wie Ihr vielleicht schon wisst, war unser dritter und letzter Stop in Südostasien das wunderschöne Land VIETNAM!

(mit unserem gemieteten Roller vor “The Fish”)

Für alle die es interessiert, werde ich heute von einigen unserer Erlebnisse in Vietnam erzählen und ein paar von Kens tollen Fotos einfügen. Nachdem wir also schon in Thailand und Kambodscha waren, wussten wir, dass wir weiter nach Vietnam reisen mussten, denn von Hoh Chi Minh/Saigon im relativen Süden Vietnams, ging unser Rückflug nach Deutschland.

In Kambodscha waren wir am Ende in einer kleinen Stadt namens Kampot, von wo aus wir eine Fahrt mit einem Minibus zu unserem ersten Ziel in Vietnam buchten: Phú Quốc! Phú Quốc ist die größte vietnamesische Insel mit wunderschönen weißen Sandstränden und hellblau/türkisem Wasser – wir mussten diese Insel einfach besuchen. Der Rezeptionist unseres Hostels in Kampot buchte netterweise die Reise für uns und die Fahrt kostete (inklusive der Fährfahrt zur Insel) etwa 18€ pro Person. Dieser Preis war etwas höher als normalerweise, denn wir reisten kurz vor dem vietnamesischen Neujahrsfest und wegen der nationalen Feiertage waren die Preise überall etwas erhöht. Die Reise war glücklicherweise sehr angenehm und wir bekamen unterwegs noch Erfrischungstücher und Wasser gereicht 🙂

(Badezimmer “The Fish”)

Auf Phú Quốc hatten wir ein Zimmer in dem schönsten Hostel/Gästehaus gebucht, das ich je gesehen habe – ich war sofort verliebt! Das Hostel war rund um einen Innenhof erbaut, in dem man auf sandigem Boden und umgeben von Pflanzen und Palmen das Frühstück serviert bekam. Die Dekoration im Hostel war wirklich total besonders: einfach, aber so wunderschön. Das Hostel besaß außerdem eine eigene kleine Bibliothek und eine Wand unseres Zimmers bestand komplett aus Glas – es war so schön direkt in den Dschungel und auf den Weg zum Hostel blicken zu können! Der Name des Hostels, falls ihr es Euch mal anschauen möchtet, ist “The Fish” 🙂


Das Hostel lag nahe am sogenannten Sunset Beach, den wir am ersten Abend erkundeten. Wir entschieden uns außerdem wieder Roller zu mieten, einfach um flexibler und angenehmer die Insel erkunden zu können 🙂

An unserem zweiten Tag in Vietnam besuchten wir einen kleinen Nationalpark mit einem schönen Wasserfall, der Eintritt inklusive einer Parkgebühr kostete dort ca. 1,80€ pro Person. Abends besuchten wir einen anderen Strand, der leider voller Plastikmüll war, was uns sehr traurig stimmte. Es erinnerte uns auf jeden Fall mal wieder daran, so wenig Plastik wie möglich zu verwenden… Wir verbrachten dann noch einen weiteren Tag auf Phú Quốc und genossen einen weiteren Strandtag und ein paar Drinks am Abend total 🙂

Unser ursprünglicher Plan war es, als nächstes nach Saigon zu reisen. Doch da wir noch mehr Zeit bis zu unserem Rückflug hatten als wir angenommen hatten, entschieden wir uns spontan noch einen weiteren Ort zu besuchen. Wir buchten also einen Schlafbus nach Can Tho, eine relativ große Stadt Vietnams, die sehr nahe am Mekong Delta gelegen ist.

In Can Tho hatten wir ein sehr einfaches Zimmer für zwei Nächte in einem Gästehaus gebucht. Wir hatten dann das Glück, die Feierlichkeiten des vietnamesischen Neujahrs mitzuerleben: die ganze Stadt war mit Blumen und Postern & Figuren von Hunden dekoriert, da 2018 als das Jahr des Hundes gefeiert wird 🙂 Am Silvesterabend gingen wir zum Hafen, wo die Menschen sich versammelten und um etwa 22 Uhr ein großes Feuerwerk über dem Wasser gezeigt wurde. Danach gingen die meisten Menschen zurück nach Hause, um mit ihren Familien und Freunden in kleineren Kreisen weiterzufeiern & wir spazierten noch ein wenig durch die Stadt 🙂

Am nächsten Tag erwartete uns ein volles Programm, denn wir hatten eine Tagestour mit einem sehr freundlichen Tourguide gebucht. Los ging es schon am frühen Morgen, denn um 6:30-7 Uhr trafen wir uns am Mekong um den schwimmenden Markt mitzuerleben, bei dem die Händler von ihren Booten aus verschiedenste Waren verkaufen! Unser Guide kaufte uns Eiskaffee und frische Ananas und wir durften sogar auf das Boot der Ananashändlerin übersteigen, um zu sehen wie dort die Früchte verkauft werden!

Nachdem wir den Markt gesehen hatten, ruderte uns eine nette ältere Frau durch die Seitenarme des Mekongs: es war so wunderschön und ruhig durch diesen Dschungel zu rudern und eine Pause von der Hektik der Stadt zu haben. Bei einer biologischen Baumschule stiegen wir aus dem Boot aus und durften sehen, wie die Bauern Zöglinge für allerlei Nutzpflanzen vermehrten. Es gab dort zum Beispiel Wassermelonen, Chili und Papayapflanzen 🙂 Nach einem Spaziergang durch die Landschaft erreichten wir eine biologische Kakaofarm, auf der uns erklärt wurde wie der Kakao geerntet und zu Schokolade verarbeitet wird – es war wirklich super interessant zu sehen! Wir durften sogar frische Kakaobohnen, heiße Schokolade und einen Kakaolikör probieren! Nach diesem Stop ging es mit Mountainbikes weiter durchs Land bis zu einem Tempel, bei dem viele Menschen fürs neue Jahr beteten und Wünsche äußerten.

(Frisch gepresster Zuckerrohrsaft)

Außerdem hielten wir bei einem älteren Ehepaar, das uns frisches Zuckerrohr, Zuckerrohrsaft und Wasseräpfel zu essen verkaufte – letzteres ist wirklich eine so leckere und erfrischende Frucht, von der ich vor dieser Reise gar nicht wusste, dass es sie gibt! 🙂 Dieses Paar schenkte uns sogar selbst hergestellte Süßigkeiten aus Bananen, Ingwer und Zuckerrohr & ich war so glücklich und froh durch Vietnam reisen zu können – die Menschen dort waren wirklich sehr freundlich und zuvorkommend!

(Die Früchte die Ihr hier sehen könnt sind Wasseräpfel!)

Der letzte Stop unserer Radtour war ein wunderschönes Restaurant, bei dem wir ein typisch vietnamesisches Mittagessen serviert bekamen. Es gab eine Art Omelette aus Kichererbsenmehl, gefüllt mit marinierten Pilzen und anderem Gemüse, das zusammen mit frischem Blattgemüse und Sojasauce verzehrt wurde. Es war glücklicherweise kein großer Aufwand dieses Gericht vegan zuzubereiten, denn das Omelette ist traditionellerweise sowieso vegan und nur die Füllung wurde für uns etwas abgeändert!

(Vietnamesische Pfannkuchen mit Pilzen als Vorspeise)

Es war dann noch nicht einmal 16 Uhr und wir hatten an diesem Tag schon so unglaublich viel erlebt – es war ein super anstrengender aber wunderschön ereignisreicher Tag! Nach diesem Ausflug hatten wir einen Bus nach Saigon gebucht, wo wir am frühen Abend in unserem Airbnb ankamen. Wir hatten ein 2 Zimmer Apartment gebucht & hatten bei dieser Unterkunft die Möglichkeit den Pool im Gebäude mitzunutzen, was wirklich sehr angenehm war, denn an unseren letzten Tagen in Asien wollten wir noch etwas relaxen, bevor es zurück nach Deutschland ging.

Saigon ist wirklich riesig groß und so eine aufregende Stadt! Es gab schöne kleine Lädchen und (viele vegane!) Restaurants überall, deswegen war es gar nicht schlimm, dass aufgrund der Feiertage einige Läden geschlossen waren. Einmal besuchten wir ein komplett veganes Restaurant, das nach einem ähnlichen Prinzip funktionierte wie Vapiano in Deutschland. Man konnte sich aus einem großen Angebot verschiedene Zutaten aussuchen und das Essen wurde dann frisch für  einen zubereitet. In diesem Restaurant habe ich das erste Mal ein veganes Ei probiert (ich vermisse Eier überhaupt nicht, ich war einfach neugierig) und man konnte dort auch alles mögliche andere an veganen Alternativspeisen kaufen. Es gab zum Beispiel ganze Hühnchen, Fische, Shrimps oder Dosenfleisch – alles vegan! Ich hoffe, dass sich solche Gerichte immer mehr auf der Welt ausbreiten werden, denn warum sollte man Tiere für Essen töten, wenn man das fast gleiche Essen auch ohne Tierleid haben kann?

(Der vietnamesische Kaffee war so lecker – er schmeckte ganz anders als jeder Kaffee den ich bisher in Europa getrunken habe & hat einen sehr karamelligen Beigeschmack!)

Wir besuchten während unserem Aufenthalt das Kriegsopfermuseum, was wirklich sehr zu empfehlen ist – auch wenn es einen sehr traurig stimmt. Es war sehr interessant, mal von der anderen Seite etwas über den Vietnamkrieg zu erfahren! An einem anderen Tag besuchten wir die Cu-Chi Tunnel, in denen die vietnamesischen Soldaten sich während dem Krieg versteckten und wo sie lebten und kämpften. Auch dieses Ausflugsziel würden wir jedem empfehlen, auch die größten Geschichts-Muffel können dort noch etwas interessantes lernen!

(Cu Chi Tunnel)

Kurzum, Saigon war ein super Abschluss für unsere Rucksackreise, die ganz sicher nicht die letzte bleiben wird. Von Saigon aus flogen wir über Kuala Lumpur und Abu Dhabi zurück nach München, von wo aus wir einen Flixbus nach Stuttgart gebucht hatten.

Wir beide werden für immer unglaubliche Erinnerungen an diese Reise haben und wir sind so froh und dankbar, dass wir mit unseren guten Freunden reisen konnten. Bitte sagt uns doch Bescheid, falls Euch etwas bestimmtes noch im Detail interessiert, oder falls Ihr Vorschläge für künftige Blogeinträge habt!

Liebe an Euch alle,

Anouk & Ken

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