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Blog Lifestyle

10 Tipps um weniger Plastik zu verbrauchen

Hallo!

Vielleicht habt Ihr mitbekommen, dass wir letzten Sonntag keinen Blogeintrag veröffentlicht haben. Wir haben uns dazu entschieden, nur noch jede zweite Woche einen Eintrag zu schreiben, weil wir gerade beide ziemlich viel zu tun haben. Wir möchten, dass dieser Blog uns weiterhin Spaß bringt und nicht nur einen weiteren Punkt auf unserer To-Do Liste darstellt – und hoffen Ihr könnt das verstehen 🙂 Wir sind immer noch sehr froh, dass wir diesen Blog vor über einem halben Jahr gestartet haben. Wir freuen uns über jede Anmerkung und jedes Feedback und der Blog wurde auch zu einer Art Tagebuch für uns, in dem wir unsere Abenteuer festhalten und wieder anschauen können 🙂

Heute soll es um ein unglaublich wichtiges Thema gehen: PLASTIK! Ken und ich lieben den Planeten Erde und seine Natur. Wir als Menschen jedoch, die auf diesem Planeten leben, haben schon so viel auf ihr zerstört und es gibt keinen Planet B für uns auf dem wir leben können! Und auch wenn es einen gäbe, würdet Ihr dann nicht auch weiterhin auf unserem wundervollen blauen Planet Erde wohnen wollen?

Was ist also das große Problem an Plastik? Warum macht es so viel aus, ob wir diese Plastiktüte beim Einkaufen nun nehmen oder nicht?

Obwohl einige Plastiktüten zuhause wiederverwendet werden, landen die meisten schon nach einmaliger Verwendung im Müll. Ein großer Teil landet in den Weltmeeren und anderen Gewässern, wo das Plastik das Leben von Millionen und Abermillionen von Meerestieren und Pflanzen zerstört. Dies beeinflusst dann auch uns Menschen, zum Beispiel wenn wir Fisch essen und damit gleichzeitig auch Plastik konsumieren. Die Mikropartikel von welchen die Fische im Meer umgeben sind gelangen in deren Kreislauf und am Ende auf unsere Teller.

Plastik ist ein sehr praktisches und unglaublich vielseitiges Material, aber leider wird über 50% davon nicht öfter als ein einziges Mal verwendet. Plastik ist nicht kompostierbar, und ich füge hier einfach mal eine Beispielgrafik ein, die Euch einen Eindruck geben soll, wie lange bestimmte Stoffe vollkommen abgebaut sind.

–> Das war also nur mal ein Einblick in die Thematik warum Plastik schlecht für uns, unsere Gesundheit und unseren Planeten ist. Es gibt unglaublich viele Informationen und Quellen zum Thema, falls Ihr noch weitere Gründe oder mehr Motivation braucht, um Euren Plastikverbrauch zu verringern 🙂

Im Folgenden zähle ich zehn Tipps auf, die Ideen geben wie man seinen persönlichen Plastikverbrauch reduzieren kann. Manche davon mögen offensichtlich für Euch sein (was ein gutes Zeichen ist!) und bei manchen werdet Ihr vielleicht denken “na das macht doch auch keinen Unterschied” – aber ich finde je weniger Plastik benutzt wird, desto besser! Jedes noch so kleine Stück Plastik auf das wir verzichten, ist ein guter Schritt in die richtige Richtung. Wenn viele Menschen eine einzelne kleine alltägliche Sache ändern, können sehr große Verbesserungen erreicht werden!

Also lasst uns mit den Tipps beginnen 🙂

10. Lerne “warum & wie” und teile Dein Wissen

Wenn Du weißt warum und wie wir unseren Plastikmüll verringern sollten, kannst Du eine große Inspirationsquelle für andere sein! Wenn Du also zum Beispiel nächstes Mal mit jemandem zusammen deine Lebensmittel einkaufen gehst, erkläre doch mal auf eine freundliche und respektvolle Art und Weise, wieso du dein Obst und Gemüse nicht extra verpackst und wieso du zu weniger verpackten Artikeln greifst 🙂 Über diese Themen zu sprechen ist immer wichtig, wenn wir gemeinsam etwas erreichen wollen!

9. Verbrauche weniger Plastik während Deiner Periode oder erzähle deiner Freundin von alternativen Methoden

Tampons, Binden und andere Produkte zur Frauenhygiene produzieren unglaublich viel Plastikmüll. Jede nicht-schwangere und gesunde Frau bekommt ihre Periode einmal im Monat für ungefähr 2/3 ihrer Lebenszeit, überlegt mal wie viel Plastikmüll hiermit verbunden ist! Zum Glück gibt es Alternativen zu Tampons und Binden, mit denen das Blut aufgefangen werden kann und mit denen man frisch und sauber bleibt 🙂 Ihr könnt zum Beispiel über Luna-/Menstruationstassen oder wiederverwendbare Binden nachdenken! Ich denke das ist auch gesünder, vor allem seit krebserregende Stoffe und Pestizide in Tampons gefunden wurden.

Ich verlinke mal kurz die Produkte von denen ich gerade geschrieben habe, falls Ihr rausfinden möchtet was das ist 🙂

Stoffbinden: https://de.wikipedia.org/wiki/Stoffbinde

Menstruationstasse: https://de.wikipedia.org/wiki/Menstruationstasse

8. Verwende Eisbecher mehrmals

Hier in Deutschland wird es nun endlich Sommer und die Eisdielen sind immer sehr begehrt. Als ich mir dieses Jahr das erste Mal eine Kugel Eis gekauft habe, habe ich mich dazu entschieden den kleinen Plastikeisbecher und den Löffel mit nach Hause zu nehmen. Ich habe beides gut ausgespült und beim nächsten Mal einfach den Eisverkäufer gefragt, ob er mir mein Eis wieder in diese Schüssel füllen könnte – das war überhaupt kein Problem! 🙂 Oft ist es sehr einfach Plastikverpackungen wiederzuverwenden, wenn man sie einmal bekommen hat.

7. Großpackungen – “Unverpackt”-Läden

Alle möglichen Produkte die man regelmäßig einkauft, wie zum Beispiel Getreide, Kosmetikartikel bis hin zu Toilettenpapier, sind in Plastik verpackt. Es ist sehr schwer beim Einkauf komplett auf Plastik zu verzichten, doch was man fast immer machen kann, ist bestimmte Produkte in größeren Mengen zu kaufen, die man sowieso wieder kaufen wird. Du kannst zum Beispiel die größere Packung Toilettenpapier kaufen, anstatt von zwei kleineren die in mehr Plastik verpackt sind. Du kannst die größere Flasche Make Up kaufen, wenn du es sowieso nachkaufen wirst. Du kannst größere Packungen von Reis, Haferflocken, Nudeln oder ähnlichem wählen, anstatt viele kleine Packungen zu kaufen.

Ein weiterer Tipp ist hier, nach “Unverpackt”-Läden Ausschau zu halten, bei denen man eigene Gefäße mitbringen kann, um sie mit Getreide oder sogar Hygieneartikeln wie flüßiger Seife zu füllen.

6. Essen & Getränke To Go

Wir alle kaufen Essen wenn wir unterwegs sind, oder holen uns was beim Imbiss um die Ecke, wenn wir keine Lust haben selbst zu kochen. Jedes Mal ist dieses Essen in Plastik, oder manchmal sogar in Aluminiumfolie verpackt. Wenn man also sowieso schon weiß, dass man unterwegs etwas zu essen kaufen wird, kann man also auch einfach eigene Boxen oder andere Behälter für das Essen mitbringen 🙂 Wenn die Verkäufer*innen nachfragen, wieso man das Essen in eigene Behälter einfüllen lassen möchte, kann man durch die Erklärung direkt noch inspirierend auf andere wirken 🙂

5. Strohhalme/Besteck

Trinkhalme sind zwar kleine Plastikartikel, aber es gibt Millionen von ihnen und sie werden meistens nur einmal benutzt, bevor sie im Müll oder in der Natur landen. Als wir in Südostasien unterwegs waren, wo die meisten Menschen weniger umsichtig mit Plastik umgehen, haben wir gesehen, dass Strohhalme die Nummer eins unter den verschiedenen Müllartikeln sind, die am Strand angespült werden (neben Plastiktüten). Man kann stattdessen ganz einfach wiederverwendbare Strohhalme kaufen (es gibt auch welche aus Bambus oder mit süßen Symbolen drauf) und diese sowohl zuhause als auch auf Partys immer wieder verwenden. Das nächste Mal wenn man dann Cocktails trinken geht, kann man der Bedienung beim Bestellen ganz einfach zeigen, dass man einen eigenen Strohhalm dabei hat und ihn/sie bitten, keinen Strohhalm in den Drink zu stecken 🙂

Wir besitzen unterschiedlich breite wiederverwendbare Trinkhalme, die wir uns letztes Jahr zu Weihnachten gewünscht hatten – eine tolle Geschenkidee finde ich! 🙂

Das genau gleiche trifft auch bei Plastikbesteck zu. Wenn man unterwegs essen kauft, einfach kurz Bescheid geben, dass man sein eigenes wiederverwendbares Besteck dabei hat!

4. Wasserflaschen

Wasserflaschen findet man wirklich überall und es ist natürlich geschickt, einfach unterwegs kurz eine zu kaufen. Dabei ist es wirklich so einfach und unglaublich praktisch, immer eine wiederverwendbare Trinkflasche mitzunehmen! Ich denke dieser Tipp ist für viele schon unnötig, aber ich habe hier noch einen weiteren Hinweis auf Lager. Wer Wasserflaschen für Zuhause kauft, sollte besser auf Glasflaschen zurückgreifen, da diese immer wieder verwendet werden und nicht wie Plastikflaschen nach einer Nutzung recycelt werden müssen!

3. Gib Dinge zurück um sie wiederverwenden zu lassen

Das ist kein wirklicher Tipp dazu, wie man selbst den Plastikverbrauch verringern kann, aber wenn man schon weiß, dass man etwas aus Plastik das man bekommen hat nicht verwenden wird – sollte man diese Dinge zurück geben! Wenn man zum Beispiel unterwegs etwas zu Essen kauft und die Bedienung einem Plastikbesteck gibt, da man vergessen hat zu erwähnen, dass man selbst Besteck mitgebracht hat, sollte man sich nicht scheuen das Besteck unbenutzt zurück zu geben und zu sagen, dass man seinen Plastikverbrauch reduzieren möchte! Das gleiche gilt natürlich auch für Trinkhalme, Plastiktüten und so weiter. Manchmal vergesse ich Bescheid zu geben, dass ich keine Plastiktüte möchte und bekomme dann trotzdem eine, aber ich gebe sie einfach direkt zurück, sodass sie für einen anderen Kunden wiederverwendet wird.

2. Extra Taschen überall

Wo auch immer Du hingehst, nimm wiederverwendbare Taschen mit! 🙂 Du kannst zum Beispiel eine in deiner Tasche, eine im Auto und eine neben der Haustüre platzieren, sodass du immer eine Tasche zur Hand hast wenn du mal schnell eine brauchst und somit keine Plastiktüte kaufen musst. Dieser Tipp ist wirklich der einfachste und naheliegendste, aber er ist wirklich so praktisch, glaub mir 🙂

1. Plastiktüten für frisches Obst und Gemüse

Beim Lebensmitteleinkauf müssen nicht alle einzelnen Äpfel, Paprikas usw. in einzelne Plastiktüten verpackt werden! Man kann die Tüten auch einfach weglassen und das Obst und Gemüse einzeln aufs Band legen, bei uns hat sich da noch nie jemand beschwert. Außerdem waschen und/oder schälen wir das Obst und Gemüse ja sowieso, bevor wir es essen! 🙂 Falls Du aber Dein Gemüse und Obst wirklich gerne einzeln verpacken möchtest, gibt es auch dafür eine nachhaltigere Lösung – wiederverwendbare Obst&Gemüse-Beutel! Man findet diese in Bioläden oder online, einfach mal googeln 🙂

 

Ich hoffe Ihr konntet hier ein paar neue Tipps finden, wie man den eigenen Plastikverbrauch reduzieren kann. Falls nicht, hoffe ich wir konnten Euch inspirieren oder motivieren weiterhin so wenig wie Plastik wie möglich zu benutzen. Ich habe noch einige weitere Tipps im Kopf, aber diese waren jetzt einfach mal ein Anfang, um den Weg ins plastikfreiere Leben zu erleichtern 🙂 Vergesst nicht: wir alle machen Rückschritte, wir sind nicht perfekt, wir machen Fehler, wir sind unmotiviert, wir vergessen – aber das wichtige ist, dass wir immer lernen und es beim nächsten Mal besser machen können! Das ist es, worum es eigentlich geht 🙂

Vielen Dank an Euch alle fürs Lesen – wir freuen uns über jegliche Anmerkungen und/oder Feedback! 🙂

Bis dann,

Anouk & Ken

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